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Reflektionen zum AEM-Jahr 2008
Publiziert am 15. April 2009

Eine Stimme aus dem Süden

„Wenn man dich fragt, wo du lebst - was antwortest du? Du gibst deine Wohnungsadresse an (vielleicht solltest du auch deine Geschäftsadresse angeben…). Als Christen sollten wir eine andere Adresse nennen können: In, bei Gott! Das ist unser Wohnraum - von ihm, durch ihn leben wir. … Und wenn es um Mission geht, sind WIR SEIN erstes Missionsfeld. Wir sind SEINE Mission, Tag für Tag brauchen wir sein Handeln an uns - und in uns / durch uns lebt ER seine Mission in dieser Welt. - Was stellen wir uns eigentlich vor, wenn wir sagen, wir hätten Jesus da oder dorthin gebracht? ER bringt uns - nicht wir ihn! Unser einziger Auftrag ist, in ihm, mit ihm zu leben - nachzufolgen, wohin ER uns führt.“

So einfach - und so tief. Typisch für Bischof David Zac Niringiye aus Kampala/Uganda. Er und seine Frau Theodora haben uns an der Jahrestagung so ganz persönlich und dann auch strategisch herausgefordert. Immer hatte David eine angemessene, provokativ-liebevolle Botschaft. Als AEM haben wir einige Hausaufgaben erhalten, die sich gut in den Prozess der letzten Jahre einfügen (integrale Mission / umfassendes Lernen und Lehren / Partner sein in Gottes Mission).

Wenn es stimmt, dass Gott durch seine Gemeinde seine Mission in dieser Welt fortsetzen will, dann wird das (nicht nur!) im weltweiten Kontext schnell klar: Das kann nur in Partnerschaft geschehen! Wir sind die verschiedenen Glieder am „Leib Jesu“ – jedes mit seiner spezifischen Funktion. Partnerschaft erschöpft sich dabei nicht in der gegenseitigen Ergänzung (wobei echte Gegenseitigkeit schon selten genug ist!), sondern drängt in progressiver Zusammenarbeit in neue Gebiete vor, geografisch und inhaltlich.

David Zac hat uns nachhaltig herausgefordert. Der Vorstand hat sich in seinen Sitzungen mit seinen Impulsen auseinandergesetzt und unter anderem unser Missionsverständnis neu durchgearbeitet. Wie formulieren wir es Zeit-gerecht (gesellschaftsrelevant) und inhaltlich am Wort Gottes orientiert? Stimmen aus dem Süden sind da besonders heilsam, neue Perspektiven zu entdecken!

Alle AEM-Werke sind in ihrem Alltag konstant mit solchen Fragen konfrontiert. Arbeitsgruppen und Tagungen bieten Gelegenheit,  Erfahrungen auszutauschen und Partnerschaft in der Ergänzung / Unterstützung direkt zu leben.



» Jahresbericht 2008 herunterladen


» Statistische Auswertungen aus den AEM-Mitgliedersteckbriefen, Zahlen 2004 - 2008 herunterladen


» AEM Positionen zur Mission herunterladen





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mission.ch Magazin:
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Die Armen
Was gehen sie mich an?
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